gerade in: Indien15. o1. 2o1o - Teil I von IV
Makar Sankrant, Sonnenfinsternis und die wundersame Welt der Ghats



Fangen wir mit Makar Sankrant, einem Fest aus dem Hindukalender an. Man feiert den Eintritt der Sonne in die nördliche Hemisphäre. Im ganzen Land lässt man Drachen steigen, hier schon den dritten Tag in Folge. Auf den Flachdächern und an den Ghats stehen Kinder und die, die es sein wollen und versuchen ihren Drachen möglichst hoch in den Himmel fliegen zu lassen. Die Stromleitungen hängen voller fehlnavigierter Flugobjekte und vielleicht ist das der Grund, weshalb der Strom schon wieder ausgefallen ist.



Am zweiten Tag in Varanasi können wir auch schon besser mit der Stadt, ihren Menschen und Besonderheiten umgehen. Haben wir gestern nur vom unglaublichen Gedränge auf den Straßen berichtet und sind einfach im unaufhörlichen Strom der Leute mitgeschwommen, haben wir es mittlerweile gelernt, selbstständig über unser Tempo zu entscheiden, einfach stehen zu bleiben. Der Strom von Hindus, die von überall her kommen, um ihr Bad im heiligen Ganges zu nehmen reißt nicht ab. Auf der anderen Straßenseite die, die bereits ihr erlösendes Bad im Fluss genommen haben.




Dazwischen Bettler, Händler, Familien, die ihre Toten zu den Verbrennungsghats tragen, Kühe, Ziegen...






Die verwinkelten Gassen






und der allgegenwärtige Dreck auf dem Boden. Varanasi ist kein Ort für Zartbesaitete.





Kühe, die ihren Dung auf der Straße verteilen sind hier übrigens keine Klimakiller, sie gelten als heilig, ernähren sich vom Abfall auf der Straße und die Kuhfladen werden zusammengesammelt, an Mauern oder auf dem Dach von Hand in Form gebracht und getrocknet. Das ergibt einen prima Brennstoff für den Herd in der Küche.



In den oberen Etagen klettern die Affen umher,







unten trägt die Ziege heute rot.






Indische Elefanten - hier nur an der Hauswand.













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