26. o3. 2o1o - Teil I von IIIMehrangarh Fort
Mehrangarh Fort, ab 1459 erbaut und seither niemals gewaltsam eingenommen.
Es thront auf einem riesigen Felsen über Jodhpur.
Rao Jodha, der damalige Herr über Marwar - dem Land des Todes - gründete hier auf dem Vogelfelsen seine Festung. Eine Legende erzählt, dass die Vögel wenig Begeisterung für die neuen Herren zeigten. (Dies erscheint verständlich, wenn man sich das Ausmaß der damaligen Baustelle vorstellt, den Lärm und Staub...) Auf jeden Fall verfluchten Sie den Rathore Clan, der ihnen den Felsen streitig gemacht hatte. Rathores sollten immer mit Wasserknappheit zu kämpfen haben!
Auch ohne den Fluch der Vögel hätte man auf einem kargen Felsen inmitten der Wüste im Land des Todes wenig mit tropischen Regenfällen rechnen können. Um den Fluch zu durchbrechen ließ sich ein Priester lebendig in das Fundament des Forts einmauern und zur Sicherheit wurde ein gut durchdachtes Bewässerungssystem in die Anlage integriert.
Der Weg durch die Befestigungsmauern ist lang und steil.
Mehrere Tore und Mauern sichern die Bewohner vor unerwünschten Gästen.
Nach dem letzten großen Tor findet man eine große Anzahl Handabdrücke an der Wand.
Noch bis zum Ende des letzten Jahrhunderts war es üblich, dass die Frauen des Maharadschas nach dessen Tod seiner Verbrennung beiwohnten und sich dann von den Flammen einhüllen ließen - wie der Audioguide diesen tödlichen Brauch nett umschreibt.
Auch sonst war das Leben hier im Fort zwar reichlich prunkvoll,
aber die Sammlung von Waffen, Dolchen und anderem Kriegsgerät lassen erahnen, dass man hier erst seit kurzem in Frieden lebt.


