21. 1o. 2oo9 - Teil II von IIKaraoke auf dem Jangtse
Das Wetter hält sich recht bedeckt, die Flusslandschaft ist herbstlich verschleiert.
Auf dem Aufenthaltsdeck wird nachmittags die Karaokemaschine entdeckt. Zuerst nur zaghaft und etwas grausam, dann hemmungslos, richtig laut und unglaublich grausam! Sogar einige Chinesen verlassen den Saal.
Da bleibt beinahe nur das Rettungsboot!
Jetzt noch etwas Erdkäs:
Wir fahren ja in Richtung großer Staudamm.
Der ist mittlerweile fertiggestellt und auch der Höchststand des Wasserpegels ist erreicht. Hier , noch weit vor dem Damm liegt er 70 Meter über dem früheren Wasserstand des Jangtse.
Viele Dörfer wurden teilweise oder ganz umgesiedelt. Die Steine wurden wiederverwendet, Kräne und Baustellen sind überall zu sehen. Ob das noch mit der Umsiedelung zu tun hat, wissen wir nicht, in Chinas Städten wird ja sowieso überall gebaut - warum nicht auch hier.
Zum Damm gibt es übermorgen mehr, da werden wir die 2 Kilometer lange Mauer besuchen.
Brücken, die hoch genug waren konnten stehen bleiben, andere mussten weichen und der Schifffahrt Platz machen. Der Fluss gilt jetzt als wichtiger Transportweg ins Hinterland.
Die Tempelbesichtigung war für 20 Uhr geplant, obwohl auf dem Jangtse erstaunlicherweise noch kein Stau zu erkennen war läuft das Schiff erst um zehn Uhr ein.
Der Tempel wäre vom steigenden Wasser nach dem Dammbau überschwemmt worden und so hat man ihn Stein für Stein abgebaut und an sicherer Stelle wieder zusammengesetzt. Diesen Aufwand hat man aber nur bei rund einem Zehntel der Kulturbauten auf sich genommen, der Rest ist im steigenden Wasserspiegel verschwunden.
Die Außenbeleuchtung und die große Anzahl der Schiffe halten uns von einem Besuch des Inneren ab und wir geben uns den eher weltlichen Genüssen hin.
Zur Auswahl stehen unter anderem Bratkartoffeln und Wan Tan Suppe.


